Werbekampagnen
Das strategische Rückgrat einer Kampagne vom Brief bis zur Jury bauen; die Single-Minded Proposition (SMP) formulieren und vor einem Gremium verteidigen.
Der Raum, in dem ich die Produktion verlangsame, um zu sehen, was wirklich funktioniert; mit Studierenden bespreche ich, wie eine Werbeidee entsteht und verteidigt wird.
An der Okan-Universität lehre ich Werbekampagnen und kreative Ideenentwicklung. Doch mein Ziel ist nicht zu erklären, „wie man Werbung macht.“ Gemeinsam mit den Studierenden legen wir frei, wie eine Idee entsteht, welchen Schmerz des Verbrauchers sie berührt und wie ein einziger Satz auf dem Tisch zu einem Bild am Set wird.
Für mich ist die Lehre kein Ort außerhalb der Produktion. Hier finde ich die Logik hinter den Entscheidungen, die ich am Set aus dem Reflex treffe. Wenn ein Student eine Idee vor einer Jury verteidigt, debattieren wir eigentlich über das Wesen des ganzen Berufs: Eine gute Idee genügt nicht, sie muss verteidigt werden.
Die andere Hälfte ist, sie vor einer Jury zu verteidigen, die von vornherein geneigt ist, dir nicht zu glauben. Präsentation wird ebenso gelehrt wie Kreativität.
Eine gute Werbung spricht nicht den Verstand des Verbrauchers an, sondern seine Angst, sein Unzulänglichkeitsgefühl oder sein Begehren. Finde zuerst diesen Schmerz, dann geh zur Kamera.
Die eine Behauptung, auf die sich die ganzen dreißig Sekunden stützen. Wenn du sie nicht in einem Satz sagen kannst, hast du noch keine Idee.
Die richtige Version lautet: „Wir haben die Angst vor Unzulänglichkeit adressiert und die Marke als Schwert positioniert.“ Entscheidungen sprechen, nicht Gefühle.
Ein Storyboard ist ein Bauplan, selbst mit Strichmännchen. Ton, Packshot, die Sichtbarkeit des Benefits — alles auf dem Tisch gelöst, nicht am Set.
Die Kurse, die ich an der Okan-Universität zu Werbekreativität und Kampagnenentwicklung leite — ein Labor, in dem wir mit den Studierenden das Konzept hinter dem Reflex, den ich am Set nutze, auseinandernehmen.
Das strategische Rückgrat einer Kampagne vom Brief bis zur Jury bauen; die Single-Minded Proposition (SMP) formulieren und vor einem Gremium verteidigen.
Der Weg vom Insight zur Big Idea; die Disziplin, Ideen zu erzeugen, zu filtern und zu begründen.
Eine Ein-Zeilen-Idee in Text und Text in Bild verwandeln; Erzählung durch das Auge eines Regisseurs strukturieren.
Die Marke nicht als Produkt, sondern als erzählendes Subjekt fassen; das Wertversprechen in Geschichte übersetzen.
Wie Kadrierung, Licht, Farbe und Rhythmus Bedeutung erzeugen; was die Form sagt, bevor der Inhalt es tut.
Die limbische Grundlage des Insights; Verbraucherverhalten entlang von Schmerz, Unzulänglichkeit und Begehren lesen.
Die historische Entwicklung von Überzeugung und Kreativstrategie; die Wurzeln der heutigen Sprache.
Eine Idee wird ebenso für ihre Begründung wie für sich selbst benotet. Eine gute Idee genügt nicht; sie muss verteidigt werden.
Wenn sich eine Kampagne nicht in einem Satz sagen lässt, existiert sie noch nicht. Wir suchen die eine Behauptung, auf der der Film ruht.
Der Student präsentiert und argumentiert die Idee in einem Jury-Setup, das reale Bedingungen nachbildet.
Werbekreativität · Insight & Verbraucherpsychologie · Visuelles Erzählen · Brand Storytelling · Pädagogik des kreativen Prozesses
Über Werbung und Filmproduktion hinaus denke ich über digitale Plattformen, Content-Systeme, Figurenuniversen, Musikstrukturen, KI-gestützte Produktionswerkzeuge und Medienformate nach.
Für mich geht es in diesem Raum weniger darum, unveröffentlichte Ideen auszustellen, als vielmehr um einen Raum, der zeigt, wie mein Kopf arbeitet. Ich behandle eine Idee nicht nur als Inhalt, sondern als kreatives Gut, das zu einem Produkt, einem Format, einer Community, einer Marke und einer über die Zeit wachsenden Struktur werden kann.